Reformationstag 2026

JahrDatumWochentag
202631. Oktober 2026Samstag
202731. Oktober 2027Sonntag
202831. Oktober 2028Dienstag

Art des Feiertags: gesetzlicher Feiertag, arbeitsfreier Tag.

Der Reformationstag am 31. Oktober erinnert an die Veröffentlichung der fünfundneunzig Thesen Martin Luthers im Jahr 1517 in Wittenberg. Ob Luther sie tatsächlich an die Tür der Schlosskirche geschlagen hat, ist in der Forschung umstritten; sicher belegt ist, dass er sie an diesem Tag mit einem Brief an den Erzbischof von Mainz versandte. Als Beginn der Reformation gilt das Datum unabhängig davon.

Arbeitsfrei ist der Tag in neun Bundesländern — in allen fünf ostdeutschen Ländern sowie in vier norddeutschen. In den übrigen sieben Ländern wird gearbeitet.

Wo der Tag arbeitsfrei ist

  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Vier davon — Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen — führten den Feiertag erst 2018 ein. Ausschlaggebend war das Reformationsjubiläum 2017, das einmalig bundesweit arbeitsfrei war: Die norddeutschen Länder hatten deutlich weniger Feiertage als der Süden und entschieden sich anschließend für den 31. Oktober als dauerhaften Ausgleich.

Die konfessionelle Spiegelung

Der Reformationstag und Allerheiligen am Folgetag ergänzen sich fast perfekt: Wer in Leipzig oder Hamburg wohnt, hat am 31. Oktober frei und arbeitet am 1. November. In Köln, München oder Saarbrücken ist es genau umgekehrt. Kein einziges Bundesland hat beide Tage frei — ein Muster, an dem sich die Konfessionsgeschichte des Landes bis heute ablesen lässt.

Wie der Tag begangen wird

In den evangelischen Kirchen gibt es Festgottesdienste, oft mit dem Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“; in Wittenberg konzentrieren sich die zentralen Veranstaltungen. Parallel dazu ist der 31. Oktober längst auch in Deutschland Halloween-Abend, was in den Feiertagsländern zu einer gewissen Reibung führt: In mehreren von ihnen gilt der Reformationstag als stiller Tag mit Einschränkungen für öffentliche Tanzveranstaltungen, sodass Partys je nach Land nur eingeschränkt zulässig sind.

Warum der Tag über die Kirche hinausreicht

Die Reformation hat nicht nur das Christentum in Deutschland gespalten, sondern auch die Sprache geprägt. Luthers Bibelübersetzung, begonnen auf der Wartburg, verbreitete sich durch den damals noch jungen Buchdruck in kürzester Zeit und wirkte stark auf die Herausbildung einer überregionalen deutschen Schriftsprache. Wendungen wie „Perlen vor die Säue“ oder „im Dunkeln tappen“ stammen aus dieser Übersetzung — das ist ein Grund, warum der Tag auch von Menschen ohne kirchlichen Bezug als historisches Datum wahrgenommen wird.

Wenn der Feiertag auf ein Wochenende fällt

Der 31. Oktober ist ein festes Datum, ein Ersatztag ist nicht vorgesehen. Fällt er auf Samstag oder Sonntag, entfällt der freie Tag in allen neun Ländern.

Was geöffnet hat

In den neun Ländern bleiben Geschäfte, Behörden, Banken und Schulen geschlossen, der Nahverkehr fährt nach Feiertagsfahrplan. In den sieben anderen Ländern ist der Tag ein regulärer Werktag. Für alle, die bundesweit arbeiten, sind der 31. Oktober und der 1. November zusammengenommen zwei Tage, an denen jeweils ungefähr die Hälfte der Republik nicht erreichbar ist — nur eben nicht dieselbe Hälfte.