Wie benutzt man den Online-Timer?
Anderthalb Minuten sind ein brauchbarer Mittelwert für die Pause zwischen zwei Sätzen und passen zu den meisten Übungen im mittleren Wiederholungsbereich, etwa acht bis zwölf Wiederholungen an Geräten oder mit Kurzhanteln. Bei schweren Grundübungen nahe dem persönlichen Maximum ist die Spanne von drei bis fünf Minuten üblich, bei leichten Sätzen mit hoher Wiederholungszahl reichen dreißig bis sechzig Sekunden.
Der Grund liegt in der Energiebereitstellung: Die schnell verfügbaren Speicher in der Muskulatur füllen sich nach kurzer, intensiver Belastung über einige Minuten wieder auf, der größere Teil davon in den ersten anderthalb bis zwei Minuten. Wird die Pause deutlich kürzer angesetzt, fällt die Wiederholungszahl im Folgesatz ab, ohne dass sich der Trainingsreiz entsprechend erhöht.
In der Praxis wird die Pause seltener zu kurz als zu lang. Ein Blick aufs Handy zwischen zwei Sätzen dehnt die geplanten neunzig Sekunden schnell auf drei bis vier Minuten, und die Einheit zieht sich, ohne dass mehr gearbeitet wurde. Eine mitlaufende Uhr macht diesen Unterschied sichtbar und hält die Pausenlänge über alle Sätze hinweg vergleichbar. Erst dann sagt der Vergleich zweier Einheiten überhaupt etwas aus, weil sich nicht nebenbei die Pausenzeit verschoben hat.
Häufige Fragen
Sind anderthalb Minuten für schwere Kniebeugen genug?
Für Sätze nahe dem persönlichen Maximum sind sie meist zu knapp; dort liegt die übliche Spanne bei drei bis fünf Minuten. Anderthalb Minuten passen besser zum mittleren Wiederholungsbereich an Geräten und mit Kurzhanteln.
Was passiert, wenn ich die Pause zu kurz halte?
Die Wiederholungszahl im nächsten Satz fällt ab, weil die schnell verfügbaren Energiespeicher noch nicht wieder gefüllt sind. Das Training wird dadurch anstrengender, ohne dass der Reiz für die Muskulatur entsprechend größer ausfällt.