Wie benutzt man den Online-Timer?
Sportliche Zeitmessung fällt in drei Gruppen, und die Timer dieser Rubrik decken alle drei ab. Die erste ist das Intervall: Eine feste Arbeitszeit wechselt sich mit einer festen Pause ab, mehrfach wiederholt – von zwanzig zu zehn Sekunden bis zu sechzig zu fünfzehn. Die zweite ist die reine Dauer ohne Unterteilung: dreißig Minuten Laufen, fünfundvierzig Minuten auf dem Rad, anderthalb Stunden im Fitnessstudio. Die dritte ist die Runde fester Länge, wie die drei Minuten beim Boxen oder die getaktete Minute beim EMOM.
Der Nutzen liegt weniger in der Genauigkeit als darin, dass die Entscheidung ausgelagert ist. Wer die Satzpause selbst mitzählt, kürzt sie an guten Tagen und dehnt sie an schlechten; die Belastung schwankt dann von Einheit zu Einheit, ohne dass es im Trainingsplan sichtbar wird. Eine mitlaufende Uhr nimmt diese Schwankung heraus und macht zwei Wochen später vergleichbar, was tatsächlich gearbeitet wurde.
Die Voreinstellungen sind Ausgangswerte, keine Vorschriften. Wer nach den ersten Runden merkt, dass die Pause zu knapp bemessen ist, verlängert sie – ein Protokoll, das nur mit nachlassender Technik durchzuhalten ist, verfehlt seinen Zweck. Bei bekannten Beschwerden am Herz-Kreislauf-System gehört die Frage nach der Intensität vor die erste Einheit.