Schlaftimer

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Wie benutzt man den Online-Timer?

Der Abend besteht aus mehreren kurzen Abschnitten, die sich zeitlich schlecht schätzen lassen: das Herunterfahren nach dem Feierabend, das Einschlafen selbst und das Nickerchen am Nachmittag, das bei zu großzügiger Auslegung den Nachtschlaf verschiebt. Für jeden dieser Abschnitte hat sich eine andere Länge eingebürgert, und die Gründe dafür liegen in der Schlafphysiologie, nicht in der Gewohnheit.

Der Nachtschlaf hängt weniger an der Stundenzahl als an der Regelmäßigkeit. Wer werktags um 23:00 und am Wochenende um 2:00 ins Bett geht, erlebt am Montag etwas, das dem Zustand nach einem Zeitzonenwechsel ähnelt, ohne verreist zu sein. Eine feste Aufstehzeit stabilisiert den Rhythmus zuverlässiger als eine feste Zubettgehzeit, weil sich der Schlafdruck am Abend dann von selbst einstellt.

Für alle Abschnitte gilt dasselbe Muster: eine vorher gesetzte Dauer erspart die Entscheidung im müden Zustand, in dem sie ohnehin selten gut ausfällt. Das betrifft die halbe Stunde Musik zum Einschlafen ebenso wie die kurze Ruhephase am Nachmittag und die Abendroutine, deren Wert erst nach zwei bis drei Wochen Wiederholung sichtbar wird. Am Wochenende gelten dieselben Längen wie werktags, sonst beginnt die Umstellung am Sonntagabend von vorn.