Wie benutzt man den Online-Timer?
Kochen ist zu großen Teilen Zeitmessung. Ein weiches Ei, al dente gekochte Nudeln und ein Braten mit der richtigen Kerntemperatur unterscheiden sich vom missratenen Ergebnis oft nur um zwei bis drei Minuten. Diese Sammlung führt die üblichen Küchenzeiten zusammen, vom Frühstücksei über Reis, Fisch und Steak bis zum Kuchen und zum Braten, der drei Stunden im Ofen steht.
Alle Angaben sind Ausgangswerte, keine festen Größen. Sie verschieben sich mit der Menge im Topf, der Dicke des Stücks, der Ausgangstemperatur und dem Gerät. Umluft arbeitet schärfer als Ober-/Unterhitze, ein Induktionsfeld bringt Wasser schneller zum Kochen als eine alte Platte, und ein Ofen kann um 20 °C von seiner Anzeige abweichen. Wer den eigenen Wert einmal notiert, muss nicht wieder raten.
Zwei Regeln ziehen sich durch fast alle Themen. Beim Garen im Wasser beginnt die Zeit erst, wenn es sprudelnd kocht, im Ofen erst nach dem Vorheizen. Und die Uhr ersetzt keine Probe, denn Bratenthermometer, Stäbchenprobe, Klopftest oder ein Biss sagen am Ende, ob etwas fertig ist. Was zu lange gart, verliert Wasser und Struktur, und dieser Weg führt in keiner Küche zurück.