Wie benutzt man den Online-Timer?
Eine halbe Stunde entspricht ungefähr einer Folge einer Kinderserie oder einer überschaubaren Spielrunde und ist damit eine Portion, die sich von selbst erklärt. Kinder rechnen nicht in Minuten, sondern in Einheiten: eine Folge, ein Level, ein Video. Wenn die Absprache an einer solchen Einheit hängt, endet die Zeit an einer Stelle, an der auch inhaltlich etwas abgeschlossen ist.
Vereinbart wird vor dem Einschalten, nicht mittendrin, und zwar in dieser Form: was wird geschaut, wie lange, was kommt danach. Fünf Minuten vor Schluss eine ruhige Vorwarnung, danach kein Nachverhandeln. Der Konflikt entsteht fast immer an derselben Stelle: mitten im Spielstand abgebrochen zu werden fühlt sich für ein Kind an wie ein verlorener Nachmittag, und der Widerstand richtet sich dann gegen die Person, nicht gegen die Regel.
Bei älteren Kindern trägt ein Wochenkontingent weiter als eine Tagesgrenze, weil sie damit selbst planen können, ob sie einen Film am Samstag oder jeden Tag ein wenig sehen wollen. Was gilt, gilt sichtbar auch am Esstisch für Erwachsene; Absprachen, die nur für eine Seite gelten, halten in der Praxis kaum eine Woche.
Häufige Fragen
Wie beende ich die Bildschirmzeit ohne Streit?
Vor dem Einschalten vereinbaren, was und wie lange geschaut wird, und fünf Minuten vorher ruhig ankündigen. Ein Ende am Folgenschluss statt mitten in einer Szene reduziert den Widerstand deutlich.
Tagesgrenze oder Wochenkontingent?
Bei jüngeren Kindern ist eine feste Tagesportion leichter zu überblicken. Ältere kommen mit einem Wochenkontingent besser zurecht, weil sie damit selbst einteilen können.