Wie benutzt man den Online-Timer?
Zwei Minuten sind die Zeitangabe, die zahnmedizinische Fachgesellschaften für die tägliche Zahnpflege nennen, und sie sind länger, als sie sich anfühlen. Messungen zeigen regelmäßig, dass ohne Kontrolle nach vierzig bis sechzig Sekunden Schluss ist, weil sich der Mund dann bereits sauber anfühlt. Das Gefühl hängt am Geschmack der Zahnpasta, nicht am geputzten Belag.
Aufgeteilt werden die zwei Minuten üblicherweise in vier Abschnitte von je dreißig Sekunden, einer pro Kieferviertel, damit die hinteren Backenzähne nicht regelmäßig zu kurz kommen. In Kita und Grundschule wird dafür die KAI-Systematik geübt: erst Kauflächen, dann Außenflächen, dann Innenflächen. Wichtiger als Druck ist dabei die Führung der Bürste, denn kräftiges Schrubben trägt vor allem am Zahnfleischrand.
Bei Kindern übernehmen Erwachsene das Nachputzen üblicherweise bis ins Grundschulalter, weil die Feinmotorik für die hinteren Zähne erst später reicht. Eine sichtbar ablaufende Zeit oder ein Lied bekannter Länge nimmt der Diskussion die Schärfe, weil das Ende nicht mehr verhandelt wird. Abends zählt die volle Dauer besonders, da über Nacht deutlich weniger Speichel fließt und Beläge länger ungestört liegen bleiben. Zwischen den Zähnen kommt die Bürste ohnehin nicht überall hin, dafür sind Seide oder Zwischenraumbürsten gedacht, die zusätzlich zur eigentlichen Putzzeit dazukommen.
Häufige Fragen
Warum ausgerechnet zwei Minuten?
Das ist die Zeitangabe zahnmedizinischer Fachgesellschaften für die tägliche Reinigung aller Flächen. Ohne Kontrolle hören die meisten nach knapp einer Minute auf, weil sich der Mund durch die Zahnpasta bereits sauber anfühlt.
Wie teile ich die zwei Minuten sinnvoll auf?
Üblich sind vier Abschnitte zu je dreißig Sekunden, einer pro Kieferviertel. So kommen die hinteren Backenzähne nicht regelmäßig zu kurz.