Timer für Gesangsübungen

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Wie benutzt man den Online-Timer?

Zwanzig Minuten sind für die Stimme eine sinnvolle Einheit, weil sie schneller ermüdet als Finger oder Handgelenke und Erholung nicht durch Willen ersetzt werden kann. Die ersten fünf Minuten gehören dem Einsingen: Lippenflattern, Summen, kleine Terzen auf und ab, alles in bequemer Mittellage, bevor überhaupt ein Stück angefasst wird.

Danach kommt die Atmung an die Reihe. Ruhiges Ausatmen auf einem Zischlaut über möglichst gleichmäßige Dauer, Zwerchfellstütze ohne hochgezogene Schultern, und Tonleitern, die den Umfang nur langsam nach oben und unten erweitern. Hohe Töne werden nicht erzwungen; wenn sie nur mit Druck kommen, ist der Ton eine Etage zu hoch angesetzt und die Übung gehört transponiert.

Die letzten Minuten gehören einem Lied im Zusammenhang, gern mit Aufnahme, weil die eigene Wahrnehmung im Kopf anders klingt als das, was im Raum ankommt. Wasser in Zimmertemperatur zwischendurch hilft mehr als jede Räucherei mit Bonbons. Bei Heiserkeit oder Kratzen wird die Einheit ausgesetzt statt leiser fortgesetzt, und wer im Chor singt, plant die eigene Übezeit nicht auf den Tag der Probe, sondern verteilt sie auf die freien Tage dazwischen.

Häufige Fragen

Warum nur zwanzig Minuten?

Die Stimmlippen ermüden schneller als Finger oder Handgelenke, und Erholung lässt sich nicht durch Willen ersetzen. Zwei kürzere Einheiten am Tag sind schonender als eine lange.

Was tun bei Heiserkeit?

Die Einheit ausfallen lassen statt leiser weiterzusingen, denn gedämpftes Singen belastet die Stimme ähnlich stark. Wenn die Heiserkeit länger anhält, gehört sie ärztlich abgeklärt.