Wie benutzt man den Online-Timer?
Eine halbe Stunde Gitarre beginnt mit dem Stimmen, und zwar jedes Mal. Stahlsaiten verstimmen sich mit Temperatur und Luftfeuchte, frisch aufgezogene ohnehin, und wer auf einem verstimmten Instrument übt, gewöhnt sich an ein Klangbild, das im Zusammenspiel nicht trägt. Danach ein paar Minuten lockere Anschlagsübungen, bis die rechte Hand gleichmäßig durchzieht.
Am meisten Zeit fressen bei Anfängern die Akkordwechsel. Statt ganze Lieder zu spielen, lohnt es sich, zwei Griffe zu nehmen und im Metronomtakt zu wechseln, erst langsam, dann schneller, und zu zählen, wie viele saubere Wechsel in einer Minute gelingen. Der Barrégriff kommt in kurzen Portionen dran, weil er die Hand schnell ermüdet. Bei ungeübten Fingerkuppen setzt die Haut ohnehin eine natürliche Grenze; wenn es brennt, ist die Einheit vorbei.
Die letzten Minuten gehören einem Stück, das schon läuft, gern mit Gesang oder Mitspielen zu einer Aufnahme, damit das Timing im Zusammenhang geprüft wird. Wer regelmäßig spielt, wechselt die Saiten alle paar Monate; dumpfer Klang und schwarz gewordene Wicklungen sind das deutlichere Signal als der Kalender. Nach dem Spielen die Saiten kurz abzuwischen, verlängert diese Spanne merklich.
Häufige Fragen
Muss ich vor jeder Einheit stimmen?
Ja, Stahlsaiten reagieren auf Temperatur und Luftfeuchte, neue Saiten dehnen sich zusätzlich. Auf einem verstimmten Instrument gewöhnt sich das Ohr an Tonhöhen, die im Zusammenspiel nicht passen.
Meine Fingerkuppen schmerzen, soll ich weitermachen?
Bei ungeübten Fingern ist Brennen das Signal, die Einheit zu beenden. Kürzere Einheiten an mehreren Tagen bringen die Hornhaut schneller und ohne Rissbildung.