Wie benutzt man den Online-Timer?
Eine halbe Stunde am Schlagzeug ist zeitlich klar begrenzt, meist von der Lautstärke. Ein akustisches Set ist in einer Wohnung ohne Absprache mit den Nachbarn kaum zu betreiben, weshalb ein großer Teil der Arbeit auf dem Übungspad oder am E-Drum-Set stattfindet. Gegen die Dauerbelastung der Ohren gehört Gehörschutz dazu, auch bei kurzen Einheiten am akustischen Instrument.
Der technische Kern sind die Rudiments: Einzelschläge, Doppelschläge, Paradiddle, Wirbel. Sie werden mit Metronom in kleinen Schritten hochgezogen, etwa fünf Schläge pro Minute, und wieder zurück, damit die Handgelenke die Bewegung locker halten statt sie mit Kraft zu erzwingen. Zehn Minuten davon reichen, wenn sie wirklich konzentriert laufen.
Der Rest gehört dem Timing und der Unabhängigkeit: ein einfacher Groove über mehrere Minuten ohne Tempoverlust, das Metronom nur auf Zählzeit zwei und vier, danach Fußarbeit an der Bassdrum getrennt von der Hand. Wer stattdessen dreißig Minuten Fills übt, hat am Ende beeindruckende Übergänge und einen Groove, der in der Bandprobe wegläuft; die Mitspielenden merken das schneller als das eigene Ohr. Eine Aufnahme des Übungsgrooves über zwei Minuten zeigt Temposchwankungen, die beim Spielen selbst völlig untergehen.
Häufige Fragen
Wie übe ich, ohne die Nachbarn zu stören?
Der größte Teil der Technikarbeit läuft auf dem Übungspad, das kaum Lautstärke erzeugt. Für Grooves und Fußarbeit ist ein E-Drum-Set mit Kopfhörern die übliche Lösung.
Warum das Metronom auf zwei und vier?
Der Klick auf den Backbeats zwingt dazu, die Zählzeiten eins und drei selbst zu halten. Abweichungen im Timing werden dadurch sofort hörbar, während ein Klick auf jeder Zählzeit sie verdeckt.