Wie benutzt man den Online-Timer?
Dreißig Minuten täglich bringen an einem Instrument mehr als drei Stunden am Sonntagnachmittag, weil Bewegungsabläufe Wiederholung über Tage brauchen und nicht Masse an einem Tag. In den Musikschulen ist der Wochenrhythmus darauf ausgelegt: eine Unterrichtsstunde, dazwischen kurze, regelmäßige Einheiten zu Hause, in denen das Erarbeitete gefestigt wird.
Eine brauchbare Aufteilung der halben Stunde: fünf Minuten Aufwärmen und Tonleitern, fünfzehn Minuten an den schwierigen Takten des aktuellen Stücks, fünf Minuten an einer Etüde oder Technik, und zum Schluss fünf Minuten etwas, das schon läuft und Freude macht. Die schwierige Stelle wird dabei nicht am Stück wiederholt, sondern isoliert, langsam und mit Metronom, bis sie dreimal hintereinander sauber kommt.
Der verbreitete Fehler ist, ein Stück immer wieder von vorn zu spielen. Dabei wird der Anfang sicher und die Passage in der Mitte bleibt genauso wackelig wie vorher, weil sie nur ein Zehntel der Wiederholungen abbekommt. Eine kurze Aufnahme mit dem Telefon am Ende der halben Stunde zeigt Tempo, Rhythmus und Unsauberkeiten deutlicher, als man sie beim Spielen selbst wahrnimmt, weil die Aufmerksamkeit dann nicht mehr an den Händen hängt.
Häufige Fragen
Täglich dreißig Minuten oder einmal in der Woche lange?
Bewegungsabläufe festigen sich über Wiederholung an vielen Tagen. Eine halbe Stunde täglich bringt deshalb mehr als drei Stunden am Stück am Wochenende.
Wie übe ich eine Stelle, die nie sauber wird?
Die Stelle aus dem Stück herauslösen, das Tempo so weit senken, dass sie fehlerfrei gelingt, und erst nach drei sauberen Durchgängen schrittweise beschleunigen. Das Stück immer wieder von vorn zu spielen festigt vor allem den Anfang.