Timer für die Wiederholung

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Wie benutzt man den Online-Timer?

Zwanzig Minuten sind die passende Länge für eine Wiederholung, weil Wiederholen anstrengender ist, als es aussieht. Wer sich Stoff aktiv abfragt, statt ihn noch einmal zu lesen, arbeitet gegen den Widerstand des eigenen Gedächtnisses, und das ermüdet schneller als Lesen. Zwanzig Minuten konzentriertes Abfragen bringen mehr als eine Stunde Durchblättern.

Der Unterschied liegt in der Richtung: Nicht der Text liefert die Antwort, sondern man holt sie selbst heraus. Karteikarten sind dafür das älteste und robusteste Werkzeug, Frage vorn, Antwort hinten, und die Antwort wird ausgesprochen oder aufgeschrieben, bevor umgedreht wird. Eine Leitner-Kartei mit mehreren Fächern sortiert dabei von allein: Was sitzt, wandert nach hinten und kommt seltener dran, was hakt, bleibt vorn.

Der häufigste Fehler ist, alles am Vorabend zu wiederholen. Dieselbe Zeit auf mehrere Tage verteilt, heute zwanzig Minuten und übermorgen wieder, hinterlässt deutlich mehr. Am meisten bringt eine Runde dann, wenn der Stoff gerade anfängt zu verblassen, und nicht, solange er noch frisch ist. Deshalb lohnt sich ein grober Plan über die Woche: Welches Kapitel kommt wann noch einmal dran, und was ist bereits dreimal ohne Stocken abgefragt worden. Karten, die dreimal sicher saßen, dürfen aus dem täglichen Umlauf verschwinden.

Häufige Fragen

Wie viele Karteikarten schaffe ich in zwanzig Minuten?

Bei Vokabeln sind vierzig bis sechzig Karten realistisch, bei Definitionen oder Formeln deutlich weniger. Die Zahl ist nachrangig; entscheidend ist, dass jede Antwort vor dem Umdrehen wirklich formuliert wurde.

Reicht es, die Zusammenfassung noch einmal durchzulesen?

Nein, das erzeugt vor allem das Gefühl von Vertrautheit. Decke den Text ab und gib den Inhalt aus dem Gedächtnis wieder, danach vergleiche.